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Pädagogisches Förderinstitut PFI

Erwachsene mit Legasthenie

Lesen und Schreiben lernen als Erwachsener

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Hilfe bei Legasthenie

Auch Erwachsene können richtig Lesen und Schreiben lernen


Wir helfen Erwachsenen mit Legasthenie oder Lese-/Rechtschreibschwäche. Auch für den Beruf ist Lesen und Schreiben wichtig.

Ermutigen Sie Erwachsene mit Legasthenie, Lesen und Schreiben zu lernen!

    1. Sie vereinbaren einen kostenlosen Beratungstermin zur Hilfe für Legastheniker.
    2. Wir machen einen Test auf Legasthenie oder Rechtschreibschwäche bei Erwachsenen.
    3. Wir beraten Sie zu Fördermöglichkeiten für Erwachsene.
    4. Individuell verbessern wir das Lesen und Schreiben.

Hilfe bei Legasthenie in jedem Alter

Viele Erwachsene haben Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung. Doch auch Erwachsene können richtig Lesen und Schreiben lernen.

Lese-/Rechtschreibprobleme wachsen sich nicht aus. Legastheniker und funktionale Analphabeten können nur schlecht und mit vielen Fehlern lesen und schreiben. Betroffene haben meist „Tricks“ entwickelt um nicht aufzufallen oder nicht schreiben zu müssen. 

Erkundigen Sie sich vor Ort nach der Möglichkeit einer Erwachsenenförderung bei Legasthenie oder Lese-/Rechtschreibstörung auch für funktionale Analphabeten. (AVGS Gutschein)

Für eine Lese-Rechtschreibförderung ist es nie zu spät!

  • Wer Lesen und schreiben kann, ist unabhängig von der Hilfe anderer.
  • Er/Sie kommt im Beruf und bei Fortbildungen gut zurecht.
  • Sicherheit und Selbstvertrauen beim Lesen und Schreiben

Hilfe bei Legasthenie und Rechtschreibschwäche für Erwachsene

Probleme beim Lesen oder Schreiben

Anzeichen einer Legasthenie bei Erwachsenen sind Rechtschreibfehler und eine große Verunsicherung über die Rechtschreibung:

  • Verstecken der Rechtschreibung, Scham
  • Ausreden
  • Prüfungsangst
  • Abhängigkeit von anderen
  • schlechteres Verstehen von Texten, besonders bei Aufregung
  • teilweise nicht die Berufswahl oder Fortbildung, die den Interessen entspricht
  • Speisekarten, Fahrpläne und Zeitung lesen fällt schwer
  • Briefe schreiben wird vermieden
  • Rechnungen und Anschreiben wirken kompliziert
  • Notizen werden versteckt
  • dem Kind/Enkel kann schlecht bei Hausaufgaben geholfen werden
  • Kindern/Enkeln vorlesen ist schwierig oder unangenehm

Erwachsene Legastheniker

Gezielt geförderte Kinder haben gute Chancen, normale Lese-Rechtschreibleistungen zu erzielen. Bei Erwachsenen ist Legasthenie jedoch häufig ein Tabu.

Legasthenie bei Erwachsenen soll kein Tabuthema sein. 

Viele Betroffene haben Misserfolge und die Abneigung gegen das Schreiben aus der Kindheit in schlechter Erinnerung. Manche erwachsene Legastheniker richten sich in ihren Berufen und im Privatleben so ein, dass ihre Rechtschreibschwierigkeiten kaum auffallen. Jedoch machen sie sich damit abhängig von der Hilfe anderer. Lesen und Schreiben bleibt in unserer Gesellschaft wichtig.

Betroffene brauchen Hilfe!

Sie können ihren Kindern keine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen oder Anträge ausfüllen: Ungefähr siebeneinhalb Millionen Menschen in Deutschland sind funktionale Analphabeten. Das kam 2011 in einer groß angelegten Studie der Universität Hamburg heraus. ,„Das heißt nicht, dass die Betroffenen gar nicht lesen und schreiben können“, erklärt Peter Hubertus, Geschäftsführer des Bundesverbandes für Alphabetisierung und Grundbildung e.V.

Artikel zu funktionalen Analphabeten in der Apotheken-Umschau

ERFAHRUNGSBERICHT LEGASTHENIE ERWACHSENE

In Herbert K.s überschaubarer Welt wissen die meisten, dass er nicht lesen und schreiben kann. Er macht den Führerschein, indem er die Kurse der örtlichen Fahrschule absolviert. Zur Prüfung fährt er nach Schwerin, wo ein Prüfer ihm die Fragen vorliest und Herberts Antworten ankreuzt. K. hat null Fehler und besteht im ersten Anlauf. Kommen Behördenbriefe, fährt Herbert K. damit zum Amt und fragt sich bis zu der Stelle durch, die etwas von ihm will. Die meisten Zahlungen laufen per Dauerauftrag oder Lastschrift von seinem Konto. Wie man am Automaten Geld abhebt, hat ihm seine Tochter gezeigt. „Wenn man was Verkehrtes drückt, kommt kein Geld raus.“ Er kauft immer im selben Supermarkt ein, einen Einkaufszettel braucht er nicht. „Das habe ich alles im Kopf.“

aus N-TV Artikel: In einer Welt ohne Lesen und Schreiben


So selbstbewusst gehen nicht viele erwachsene Legastheniker mit ihrer Schwäche um. Als mich eines Tages eine junge Frau anrief und um Hilfe bat, habe ich Sie aufgefordert, mir einen selbst geschriebenen Text zu unserem Gespräch mitzubringen. Sie reagierte erschrocken und sagte, dass sie genau das – nämlich Schreiben – eigentlich nie täte, weil sie es nicht richtig könne. Und doch brachte sie dann zu unserem Termin etwas mit. Es war ein Brief an mich, in dem sie Ihre Scham und Ängste wegen ihrer schlechten Rechtschreibung schilderte. Doch sie brachte diesen Brief nicht nur in einer Version mit. Vor lauter Sorge, vor mir „schlecht da zu stehen“, brachte sie gleich zwei Briefe mit… (wohlgemerkt, sie schämte sich vor mir und ich bin Lehrerin mit dem Schwerpunkt der LRS Förderung und sie rief mich an, ob ich ihr helfen könne…)

Im folgenden können Sie diese beiden Briefe der jungen Frau an mich lesen. Mich haben diese Texte sehr berührt und nachdenklich gemacht.

ICH KANN NICHT SCHREIBEN

Einblick in die Gefühle einer Legasthenikerin:

Der erste Brief:

Ich schreibe Ihnen jetzt einen Brief wo ich wahrscheinlich versuche mir die Größte mühr zu geben. Ich versprech Ihnennicht zu google. Meine Rechtschreibung war schon immerschlecht, man hat mir nie geholen , oder ich wollte es auch nicht. Mir fehlt es furbar schwer die einfachsten Dige zu schreiben. ZB .... musste ich ganze 6 Monate lernen. ): Ich habe mir selber bei gebracht mich zu belügen, in den Ich meinte das ist garnicht so schlimm. Es ist so dass es auch keinen Auffählt zb meinen Freund oder Familie, Freunde man kann ganz viel trezen (Anm. Sellhoff „tricksen“). Aber das wissen sie ja sichlich. Ich habe oft bemärgt das was falsch ist im Brief, nur ich weiß nicht wie ich es schreiben soll. Ich spreche das Wort so oft aus aber es gelingt mir einfach nicht. Ich schäme mich dafür und habe irgendwie Angst. Bitte helfen sie mir. Ich glaube ich habe Leganestie.


Der zweite Brief:

 

Ich schreibe Ihnen jetzt einen Brief wo ich versuche nicht zu googeln und nicht in einen Wörterbuch nach zu schlagen. Ich werde mir Größte mühr geben für diesen Brief keine fehler einzubauen. Ich bin ..... und bin fünfundzwazig mach einen Azubildung zur Hotelfachfrau. Meine Rechtschreibung war schon immer schlecht. Aber irgendwie habe ich es immer geschafft es zu verbergen. Ich habe immer ausreden gehabt, oder wenn ich was lesen muss gesagt ich habe meine Brille nicht dabei. Obwohl ich keine brauche und keine habe. Mir fehlt es furbar schwer die einfachsten siblisten (Anm. Sellhoff: „simpelsten“) Dinge zu schreiben zum beispiel .... musste ich immer wieder nach sehen. Das schlimme dabei ist das man sich selber was vormacht und sich belügt die Angst das man was falsch schreibt oder das man Legastnickerin ist oder einfach nur zu dumm ist für die Rechtschreibung. Das klingt vielleicht hart aber man schämt sich. Ich glaube meine Probleme sind Wörter die z.B Nonne oder Beerlinck also wörter mit zwei Bustaben. Ich redetete mir immer ein das es garnicht zu schlimm ist, und mit der zeit weiß man zu trizien. Aber das muss ich Ihnen nicht erzählen das ist wahrscheinlich normal. Ich kann auch nicht beurteilen wie schlimm meine Rechtschreibung ist. In diesen Brief wärden wahrscheinlich viele Wörter falsch sein, aber ich spreche die Wörter immer wieder aus und es gelingt mir nicht sie richtig zu schreiben. Ich lerne die meisten Dinge einfach auswendig in dem ich mir die Wörter hundertemal ansehe und Ausspreche. Den Mut was zu ändern habe ich jetzt, ich möchte das sie mir helfen, meine fehler zu verbessern Bitte helfen sie mir, ich glaube ich bin Legastinikerin.

 


Test und Förderung bei erwachsenen Legasthenikern und funktionalen Analphabeten umfasst:

  • Erklären der Rechtschreibregeln – Sinn und Unsinn
  • Aufbau und Logik der Sprache
  • Ableitungen, Groß- und Kleinschreibung etc
  • Prüfstrategien
  • Sicherheit und Selbstvertrauen

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